Energieflüsse
Anaerob-alaktazide Energiegewinnung Diese spielt bei einer kurzen, intensiven Anstrengung (Sprint, Gewichtheben, Springen, Werfen) eine Rolle, für die kein Sauerstoff erforderlich ist. Bei dieser Energiegewinnung wird auf lokale Phosphokreatinereserven zurückgegriffen, die innerhalb von 10 Sekunden aufgebraucht werden.
Anaerob-laktazide Energiegewinnung. Diese folgt auf die alaktazide Energiegewinnung bei kurzen, sehr intensiven Anstrengungen (einige Minuten). Für diese Art der Energiegewinnung wird zwar kein Sauerstoff benötigt, um Glukose abzubauen, aber es entsteht Milchsäure. Dies stellt den einschränkenden Faktor in diesem System dar, denn je mehr sich davon ansammelt, desto schlechter ist die Leistung.
Aerob Energiegewinnung Dieser metabolische Vorgang setzt bei längerem oder Ausdauertraining ein. Die Muskelkontraktion kann aufrechterhalten werden, da ATP kontinuierlich neu gebildet wird. Bei dieser Energiegewinnung wird Sauerstoff benötigt und Kohlenhydrate oder Fette können abgebaut werden. Dies ist abhängig von der Dauer des Trainings und des Ernährungszustandes des Sportlers. Bei Krafttraining mit einer Dauer von < 30 min. Länge werden bevorzugt Kohlenhydrate verbrannt. Bei Ausdauertraining mit einer Dauer von > 30 min. werden Fette abgebaut, wodurch die physiologisch niedrigen Glykogenreserven geschont werden.